Peter Horn – Weltraum-Tapisserien
Die Farbschleier der Jupiterringe, die zerfurchte Oberfläche des Planeten Merkur oder der Asteroidengürtel – das sind keineswegs nur Themen für Naturwissenschaftler. Peter Horn setzt sich mit den unendlichen Weiten des Weltraums auf ganz andere Art auseinander. Der Handweber setzt Bilder aus dem Weltraum in gewebte Bilder um. Seine „Weltraum-Tapisserien“ erstaunen und faszinieren – wirken sie doch auf den ersten Blick wie Fotokunst.

Angeregt wurde Peter Horn durch einen Ausstellungskatalog, der die Aktivitäten der amerikanischen Weltraumbehörde NASA im Weltall zeigte. „Da begann ich meine imaginären Reisen in die Weiten des Weltraums. Es gibt dort noch so unendlich viel Neues zu entdecken, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit meiner Suche beginnen soll. Und bei all diesen phantastischen Reisen ist es für mich das größte Erlebnis, wenn ich damit beginne, meine Entdeckungen in einem langen Arbeitsprozess in gewebte Bilder umzusetzen.“

Peter Horn wurde 1936 in Kiel geboren. Bereits als Schüler begann er mit ersten Bildwebversuchen. Nach dem Abitur studierte er Englisch und Erdkunde an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, 1958 auch an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel als Gaststudent. Anfang der 60er-Jahre wandte er sich intensiv den Bereichen Grafik, Malerei und besonders auch der Bildweberei zu. Von 1963 bis 1970 unterrichtete Peter Horn an der Wilhelm-Tanck-Schule in Neumünster, wo er bis 1975 auch wohnte. Nach dem dritten Staatsexamen in Kunsterziehung war er seit 1970 an der Pädagogischen Hochschule Kiel in der Lehrerausbildung tätig, zunächst im Fach Textiles Werken und später im Kunstunterricht. Bis 2003 bot er am Kunsthistorischen Institut der Kieler Universität Veranstaltungen zur Bildweberei und Fotografie an.

Peter Horn profilierte sich in diesen Jahrzehnten als Bildweber, zeigte seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen. Sein Name ist auch im Ausland ein Begriff. Mehrfach wurde er als Juror zu internationalen Tapisserie-Ausstellungen berufen.

Ausstellung: bis 31. März 2012
Öffnungszeiten:
Di bis Fr 9:00 bis 17:00 Uhr
Sa und So 10:00 bis 17:00 Uhr
Mo geschlossen

Museum Tuch + Technik
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