Naturdenkmale
neben den Naturschutzgebieten sind sie immerhin die am längsten in der deutschen Naturschutzgesetzgebung verankerten Schutzkategorien.
Und dennoch ist dieser Begriff und seine Bedeutung offenbar in weiten Kreisen der Bevölkerung nicht so bekannt wie etwa das Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiet. Auch verbindet man mit dem Begriff „Denkmal“ leicht die Erinnerung an etwas Vergangenes, nicht mehr Vorhandenes wie etwa bei einem Baudenkmal als Relikt vergangener Baustile oder beim Denkmal eines historischen Landesherren.

Das „Naturdenkmal“ soll aber mitnichten nur auf Überbleibsel intakter Natur hinweisen. Die gesetzlich vorgesehene Schutzkategorie gibt der ausweisenden Kommune die Möglichkeit, auch kleine, nicht flächige Einzelschöpfungen der Natur unter Schutz zu stellen.

Kaum eine andere Einzelschöpfung der Natur vermag bei den Menschen soviel Achtung und Bewunderung hervorrufen wie ein alter ehrwürdiger Baum. Dies gilt für heutige Zeiten ebenso wie für vergangene.
Für die besondere Beziehung des Menschen zum Baum gibt es viele Beispiele. Bäume galten und gelten als Symbol der Kraft und des Schutzes. Sie versinnbildlichen Frieden und Gerechtigkeit ebenso wie den Kreislauf der Jahreszeiten und des Lebens ganz allgemein.

Wegen dieser symbolischen, oft auch mythologischen Bedeutung gelten z.B. ehemalige Gerichtslinden, Hochzeits- und Friedenseichen u.ä. auch als kulturelles Erbe und können auch deshalb als Naturdenkmale ausgewiesen werden.