Caspar-von-Saldern-Haus e.V.
Haart 32
24534 Neumünster
Telefon: 04321-252 4022
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www.caspar-von-saldern.de

Öffnungsgzeiten:
Freitag 10:00–12:00 Uhr

Infos zum Förderverein

Caspar v. Saldern wurde am 11.07.1711 in Apenrade geboren. Als Spross einer holsteinischen Bauern- und Beamtenfamilie gehörte er wie seine Zeitgenossen Graf Schimmelmann auf Schloss Ahrensburg und Seneca Ingwersen, Baron v. Gelting, zu den wenigen bürgerlichen Aufsteigern, die es im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zum Adelstitel (Graf v. Saldern) und zu hohem politischen Ansehen brachten.

Caspar v. Saldern, eigentlich von Sallern (Herkunftsbezeichnung), studierte Jura und trat 1736 in die Dienste des Herzoghauses Schleswig-Holstein-Gottorf. Er wurde, wie schon ein Großonkel und sein Vater, Amtsverwalter, Zoll- und Licenteinnehmer in Neumünster. Nach Auseinandersetzungen mit seinem Vorgesetzten, Amtmann Graf Dernath, der die Ämter Kiel, Bordesholm und Neumünster in Personalunion leitete, wurde Neumünster 1745 vom Kieler Regierungsconseil zum selbständigen Amt erklärt und v. Saldern unterstellt.

Der Neubau des Amtshauses im Haart war am 3. März 1745 genehmigt worden. Allerdings einfacher und schlichter als der schließlich ausgeführte Bau. Der erste oder Förster-Entwurf, wurde von v. Saldern verworfen und statt dessen ein Haus erbaut, dessen Eleganz französische Einflüsse zeigt, die vermutlich auf französische Architekturbücher zurückgeht.

1746 war der Neubau bezugsfertig, doch war dem Bauherrn in Neumünster kein Glück beschieden: Schon 1748 wurde v. Saldern durch die eigenmächtige Genehmigung zur Gründung einer Schützengilde zu Fall gebracht und seines Amtes enthoben. Die Gildegenehmigung wurde in einem Gerichtsverfahren als „freventliches Attentatum“ auf die Privilegien des Landesherrn bezeichnet. Die Folge war, dass v. Saldern 1749 auch das neu erbaute Amtshaus nach einem Räumungsbefehl verlassen musste.

Das Haus wurde nach umfangreichen Umbauarbeiten am 1. Juli 2006 mit einem großen Volksfest im Haus und Park wiedereröffnet. Im ersten Halbjahr 2007 wird auch die Musikschule ihre Arbeit aufnehmen und bei erweitertem Raumangebot ihr Ausbildungsangebot erheblich ausbauen können. Der Förderverein veranstaltet u.a. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Kunstreisen und wird das Haus für Feste aller Art zur Verfügung stellen. In der warmen Jahreszeit kann auch der große Park mit seinem alten Baumbestand genutzt werden.

Seit Sommer 2006 ist das Caspar-von-Saldern-Haus mit seinem spätbarocken Ambiente offizieller Standesamtsort, und dieser kann barrierefrei erreicht werden.