Franz Erhard Walther

Franz Erhard Walther gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Nach seinem Studium an der Städelschule in Frankfurt/Main und anschließend an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Karl Otto Götz, zog er nach New York, wo er in den Sechziger Jahren einen neuen Werkbegriff kreierte. Es entstand der „Erste Werksatz“, der aus 58 Einzelteilen besteht. Walther bezeichnet seine Objekte als Instrumentarium, die erst durch die Benutzung zu Kunst und zum Werk werden. Die klassische Distanz zwischen Werk und Betrachter wird aufgehoben, der Betrachter wird zum Benutzer und übernimmt damit ein Stück Verantwortung für die Qualität und die Kommunikation des Kunstwerks. Die abgebildete Seriegraphie zeigt oben die Fotografie einer Werkvorführung in der Kunsthalle Tübingen im Jahr 1972 und unten die dazugehörige Demonstrationszeichnung.

1939 in Fulda geboren, lebt und arbeitet ebenda.

Für Fünf – Mit Richtung (Sechs)
1966/1974
Nr. 16 aus dem Ersten Werksatz
Seriegraphie
Erworben 1975
Standort: Neues Rathaus,
Flur Erdgeschoss Nord