Wenzel Hablik

Wenzel Hablik studierte zunächst im böhmischen Teplitz-Schönau Tonindustrie, bevor er an der Staatlichen Kunstakademie in Prag Architektur studierte. Lange nach seinem Umzug im Jahr 1907 nach Itzehoe wird er 1920 deutscher Staatsbürger. Er gilt heute als einer der wichtigsten Schrittmacher des „deutsch-architektonischen Expressionismus“. Bereits 1902 schuf er erste von Kristallformen inspirierte, phantastische Architekturentwürfe und entwickelte seitdem ein umfassendes, in Gemälden und Zeichnungen niedergelegtes Konzept einer utopischen Architektur. Die Idee zu dem Radierblatt stammt aus Habliks Jugendzeit und seinem intensiven Studium der Kristalle, von denen er eine umfangreiche Sammlung zusammentrug. Inspiriert vom Jugendstil lässt Hablik große gewachsene Kristalle zu Gebäuden mutieren und integriert diese somit naturhaft in die Landschaft.

1881 in Brüx/Westböhmen (heute Most, Tschechische Republik) geboren, 1934 in Itzehoe verstorben.

Wolken überm Gebirge
Nachlassdruck, 1974
Radierung
Erworben 1975
Standort: Neues Rathaus
Flur 2. Obergeschoss Nord
(Rechtsabteilung)