Die Aktion Stolpersteine

geht auf eine Initiative des Kölner Künstlers Gunter Demnig zurück, der 1993 das Konzept entwickelte, einzelne Opfer des III. Reiches durch die Verlegung von Gedenksteinen vor ihren Wohn- und Wirkungsstätten zu ehren. Ihre Schicksale sollen der Nachwelt im öffentlichen Raum als Mahnung sichtbar werden, um das demokratische Selbstverständnis zu stärken und zur Wachsamkeit anzuhalten.

Es ist das Verdienst von Herrn Demnig, für den Bereich des öffentlichen Gedenkens eine Konzeption erarbeitet zu haben, die an die Einzelschicksale erinnert, ohne den Blick auf die historischen Zusammenhänge zu verlieren. Als Grundlage dient dabei der Gedanke einer zugleich dezentralen wie auch lokalen Ehrung. Jeder „Stolperstein“ erinnert durch die Verlegung von Pflastersteinen mit Messingplatten, auf denen die biographischen Daten eingraviert sind, an das individuelle Schicksal eines Opfers.

Aus dem kleinen Anfang sind bis Mitte 2011 mehr als 30.000 Stolpersteine in 665 Kommunen in Deutschland und in Europa verlegt worden.

»» Stolpersteine in Neumünster
»» www.stolpersteine.com

Gunter Demnig

“Jeder, der die Inschrift eines Stolpersteines liest, macht eine Verbeugung vor dem Opfer.”