Franz Müller
Jahrgang 1905
Verhaftet
KZ Mauthausen
Tot 1942

Franz Müller wurde in Neumünster geboren und wohnte in der Schützenstrasse 12. Er studierte in Hamburg und soll dort bei der Allianz beschäftigt gewesen sein. Früh schon stand er dem III. Reich ablehnend gegenüber, provozierte durch regimekritische Äußerungen und die fortwährende Verweigerung des „Hitlergrußes“, weshalb er mehrmals verwarnt wurde. Der Grund seiner Festnahme ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass er wegen des Hörens von ausländischen Radiosendern denunziert wurde. Der tatsächliche Anlass für die Anzeige könnten private Streitigkeiten gewesen sein, die möglicherweise als Vorwand für die Einlieferung in ein Konzentrationslager dienten. Franz Müller kam im Steinbruch des Konzentrationslagers Mauthausen ums Leben und wurde am 26. November 1942 auf dem Nordfriedhof in Neumünster in einer Urne beigesetzt. (Grab II 25).

Verlegeort:
Schützenstraße 12
Stolperstein-Patin:
Hedda Elsner