Friedrich Rudolf Geussenhainer
Jahrgang 1912
Verhaftet 1943
KZ Mauthausen Tot 1945

Friedrich Rudolf Geussenhainer wurde in Neumünster geboren, absolvierte die Holstenschule und studierte Medizin in Kiel. Er wohnte am Kuhberg 45, danach am Großflecken 17 und war seit 1936 in Kiel gemeldet. Dem III. Reich stand Geussenhainer zunächst positiv gegenüber bis er 1939 wegen seines Interesses für „verbotene“ Literatur und Musik (Swing) sowie seines aktiv praktizierten katholischen Glaubens mit dem NS-Regime in Konflikt geriet. Er wurde erstmalig 1941 inhaftiert, weil er Predigten des Bischofs Galen verbreitet hatte. Er schloss sich dem Hamburger Zweig der Weißen Rose um den Buchhändler Reinhold Meyer an und 1943 auch den Candidates of Humanity, einem Kreis oppositioneller Mediziner. Im gleichen Jahr wurde er von der Gestapo in Hamburg festgenommen und zunächst in das Polizeigefängnis Fuhlsbüttel gebracht. Im Juni 1944 wurde er in das KZ Neuengamme deportiert, im Oktober weiter nach Mauthausen, wo er 1945 im Alter von 33 Jahren ums Leben kam.

Verlegeort
Großflecken 17
Stolperstein-Pate
Friedrich Rudolf Geussenhainer