Heinz (Heinrich) Baronowitz
Jahrgang 1907
Deportiert
KZ Sachsenhausen
Tot 6.3.1942

Heinz (Heinrich) Baronowitz arbeitete seit 1932 als Kaufmann für die Firma Minden in Neumünster. Vermutlich übernahm er ab 1937 eine Textilvertretung für die Kieler Firma Thee. Seit 1933 gehörte er dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Bad Segeberg an. Er heiratete die Nicht-Jüdin Anna Charlotte Reese. Mit den beiden Kindern Dagmar und Peter Wolf wohnte die Familie in der Propstenstraße 3. Im November 1938 wurde er erstmalig festgenommen und in das KZ Sachsenhausen deportiert. Nach der Entlassung im Januar 1939 verpflichtete man ihn zunächst zur Zwangsarbeit im Straßenbau an der dänischen Grenze, ab September arbeitete er dann für die Firma Emil Köster in Neumünster. Im August 1940 wurde er erneut verhaftet und wiederum nach Sachsenhausen deportiert. Er versuchte nach Haiti auszuwandern und die dortige Regierung bestätigte im Oktober auch die Aufnahmebereitschaft. Dennoch wurde Heinz Baronowitz in das Arbeitslager Wewelsberg-Niedernhagen verlegt, wo er im März 1942 ums Leben kam. Die Kinder Dagmar und Peter Wolf überlebten, weil sie Deutschland im Juli 1939 mit einem Kindertransport nach Großbritannien verlassen konnten.

Verlegeort
Propstenstraße 3
Stolperstein-Patin
Marie-Louise Friedrich