Rudolf Henning
Jahrgang 1879
Verhaftet 22.7.1944
KZ Neuengamme
Tot 1944

Rudolf Henning – gelernter Tischler, Mitglied der SPD – ließ sich 1906 mit seiner Ehefrau in Neumünster nieder. 11 Jahre lang war er als Filialleiter des Konsum-, Produktion- und Sparvereins Neumünster tätig. 1915 bis 1918 kämpfte er im Ersten Weltkrieg als Soldat in Russland. 1921 wurde er Gewerkschaftssekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Schon 1919 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt, wurde er auch als ehrenamtlicher Stadtrat tätig. Er wohnte mit seiner Familie seit 1931 in der Plöner Straße 87. 1933 nahm ihn die Gestapo mehrmals fest. Um für die Familie sorgen zu können, gründete er einen Kaffeevertrieb, bevor er für das Bestattungsunternehmen Wulf arbeitete. 1944 wurde er wieder festgenommen, in das KZ Neuengamme deportiert, wo er am 18. November im Alter von 65 Jahren ums Leben kam.

Verlegeort
Plöner Straße 87
Stolperstein-Patin
ver.di Bezirk Südholstein